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Vergleich

Rasensorten im Vergleich: Spielrasen, Sportrasen, Schattenrasen, Trockenrasen

Die fünf wichtigsten Rasensorten haben sehr unterschiedliche Eigenschaften, Standort-Ansprüche und Pflegeanforderungen. Wer die richtige Sorte für seinen Garten wählt, spart Jahre des Ärgers mit ungeeignetem Bestand. Plus: die Standardmischungen RSM erklärt.

Stand: 2. Juni 2026 9 Min von der gartenfeeling Redaktion
Kurzantwort

Fünf Sortenklassen decken alle Standorte ab: Spielrasen für Familien (RSM 2.3), Sportrasen für hohe Belastung (RSM 3.1), Schattenrasen für unter Bäume (RSM 2.4), Trockenrasen für sonnig-magere Lagen, Zierrasen für die optische Vollendung. Beim Kauf auf RSM-Kennzeichnung achten - das garantiert standardisierte Norm-Qualität. Die häufigste Wahl im Hausgarten: Spielrasen-Mischung mit hohem Weidelgras-Anteil.

Die fünf Sortenklassen

SorteBelastbarkeitPflegeaufwandOptikWuchsratePreis
Zierrasengeringhochsehr fein, dunkelgrünlangsam8-15 €/kg
Spielrasensehr hochmittelmittlere Halmstärkemittel6-12 €/kg
Sportrasenhöchsthochsehr dichtschnell8-15 €/kg
Schattenrasengering-mittelmittel-hochlichterlangsam7-13 €/kg
Trockenrasenmittelgeringgrobere Halmelangsam-mittel8-14 €/kg

Mischungen verstehen

Rasen-Saatgut besteht praktisch immer aus Mischungen verschiedener Gräser - die jeweiligen Eigenschaften der Sorten ergänzen sich. Die fünf wichtigsten Gräser in deutschen Rasenmischungen:

GrasAnteil typischEigenschaft
Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)30-60 %schnellwachsend, belastbar, Schlüsselgras im Spielrasen
Wiesenrispe (Poa pratensis)15-40 %frostresistent, dichte Narbe, regeneriert gut
Rotschwingel (Festuca rubra)20-50 %trockenheits- und schattenresistent, feine Halme
Schafschwingel (Festuca ovina)0-30 %sehr trockenheitsresistent, geringe Pflege, in Trockenrasen
Hain-Rispe (Poa nemoralis)0-20 %schattenverträglich, in Schattenrasen-Mischungen

RSM-Mischungen (Regel-Saatgut-Mischungen) sind die deutschen Norm-Mischungen mit standardisierten Anteilen. Sie garantieren reproduzierbare Eigenschaften und sind als Mindeststandard zu betrachten. Premium-Mischungen großer Marken (Wolf, Compo, Substral) basieren oft auf den RSM-Standards mit zusätzlichen Eigenschaften (UV-Schutz, schnellere Keimung etc.).

Standort-Matrix

  • Sonnig, normal belastet (Familiengarten): Spielrasen RSM 2.3
  • Sonnig, gering belastet (Repräsentationsgarten): Zierrasen RSM 1.2
  • Sonnig, sehr stark belastet (Sportplatz, intensiv genutzt): Sportrasen RSM 3.1
  • Halbschattig unter Bäumen: Schattenrasen RSM 2.4
  • Sonnig mit Trockenheit: Trockenrasen-Mischung (kein eigener RSM-Standard, oft individuell zusammengestellt)
  • Hanglage mit Erosionsgefahr: Spezielle Böschungs-Mischungen mit hohem Anteil tiefwurzelnder Gräser

Empfehlung nach Gartentyp

Konkrete Empfehlungen für die häufigsten Hausgarten-Situationen:

  • Junge Familie mit Kindern: Spielrasen-Mischung RSM 2.3 mit 50 % Deutsches Weidelgras. Belastbar, schnelle Regeneration, akzeptabler Pflegeaufwand.
  • Repräsentations-Vorgarten: Zierrasen-Mischung mit hohem Rotschwingel-Anteil. Feinhalmig, dunkelgrün, hochwertige Optik.
  • Garten mit alten Bäumen: Schattenrasen-Mischung RSM 2.4 für die Schattenbereiche, Spielrasen RSM 2.3 in sonnigen Zonen.
  • Klimagerecht mit Trockenresistenz: Trockenrasen-Mischung mit 50 % Schafschwingel und Rotschwingel. Wenig Pflege, gute Trockenheitstoleranz.
  • Mietshaus mit weniger Pflegezeit: Spielrasen mit reduzierter Mähfrequenz oder Trockenrasen-Mischung.

FAQ

Welche Rasensorte für Familien mit Kindern?

Spielrasen mit hohem Deutsches-Weidelgras-Anteil (40-60 Prozent). Die Mischung verträgt regelmäßiges Betreten, Spielen und Toben. Erholt sich schnell nach Belastung. Standard-Mischung "RSM 2.3 Spielrasen" ist die deutsche Norm-Empfehlung und in jedem Gartenfachhandel verfügbar.

Welche Rasensorte unter Bäumen?

Schattenrasen-Mischung mit hohem Rotschwingel- und Hainrispe-Anteil. Standard-Mischung "RSM 2.4 Schattenrasen". Auch diese Mischung braucht mindestens 3-4 Stunden Sonne pro Tag - bei tieferer Beschattung ist Bodendecker-Pflanzung besser als Rasen.

Was ist eine RSM-Mischung?

RSM steht für "Regel-Saatgut-Mischung" - die deutschen Norm-Mischungen für Rasen. Sie werden in standardisierten Anteilen zusammengesetzt und garantieren reproduzierbare Eigenschaften. RSM 2.3 ist Spielrasen, RSM 2.4 Schattenrasen, RSM 3.1 Sportrasen. Beim Kauf auf RSM-Kennzeichnung achten.

Welche Rasensorte ist am pflegeleichtesten?

Trockenrasen-Mischung mit hohem Schafschwingel-Anteil. Diese Sorten wachsen langsamer (weniger Mähen), brauchen wenig Wasser und kommen mit mageren Böden zurecht. Nachteil: Wirkung etwas grober, geringere Belastbarkeit. Geeignet für Zierrasen-Bereiche und wenig genutzte Garten-Zonen.

Kann ich verschiedene Rasensorten kombinieren?

Ja, in unterschiedlichen Garten-Zonen. Spielrasen vorne im Bereich der Kinder-Spielfläche, Schattenrasen unter Bäumen, Trockenrasen in sonnigen, wenig betretenen Bereichen. Jedoch nicht in derselben Aussaat-Mischung mischen - die unterschiedlichen Wuchsraten führen zu fleckigem Bestand.

Wie viel Saatgut brauche ich pro Quadratmeter?

20-30 g/m² je nach Saatgut-Mischung. Bei Neuanlage 25-30 g/m², bei Nachsaat in vorhandenem Rasen 10-15 g/m². Mehr Saatgut führt nicht zu dichterem Rasen, sondern zu Konkurrenz unter Keimlingen.

Weiterführend: Unser Thema: Rasen, Rasen im Schatten, Trockenrasen anlegen.

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